Was bedeutet eigentlich SMO?

Je mehr die Kommunikation im Netz zunimmt, umso wichtiger ist für Unternehmen ein professionelles Online-Reputationsmanagement. Eine Disziplin, die im Zeitalter von Social Content und Grassroot Journalism zunehmend Erwähnung findet, ist die Social Media Optimization (kurz: SMO). Doch was bedeutet eigentlich SMO genau?

Die Suche nach Social Media Optimization bei Wikipedia liefert bloss eine rudimentäre Erläuterung des Begriffs:

Unter Social Media Optimization versteht man die Optimierung von Webseiten, damit diese leichter bei Social-Media-Diensten aufgenommen werden können.

Mit anderen Worten: Zu SEM und SEO gesellt sich also noch eine dritte Disziplin hinzu, die sich um die Optimierung von Internetinhalten kümmert. Doch im Gegensatz zu SEM und SEO, wo für Maschinen optimiert wird, geht es bei SMO darum, Angebote im Netz so zu optimieren, dass Menschen auf sie einfacher zugreifen und sie besser benutzen können.

Zu den konkreten Massnahmen zählen laut Wikipedia unter anderem das Anbieten von RSS-Feeds und Tags sowie die Einbindung von Social Bookmarklets, Flickr-Galerien oder YouTube-Videos.

SMO bezieht sich meiner Meinung nach jedoch nicht nur auf Massnahmen am eigenen Auftritt (onPage) oder auf einen gewinnbringenden Mashup von bereits bestehenden Netz-Inhalten.

Bei SMO geht es vielmehr auch darum, Mechanismen externer Plattformen zur Erhöhung der Visibiltät der eigenen Marke im Netz zu nutzen. Dazu müssen jedoch die oben geschilderten Massnahmen mit klassischen PR-Ansätzen kombiniert werden.

Wenn SMO dem Unternehmen zu einer positiven Reputation gegenüber seinen Kunden verhelfen soll, dann muss ein Unternehmen mit seinen Produkten und Dienstleistungen auch Bestandteil einer Community werden. Entweder, indem es in bestehende Communities eintritt oder selbst eine Community aufbaut.

in einem nächsten Schritt müssen die Community-Mitglieder dann mit den eigenen Produkten vertraut gemacht werden. Nehmen die Community-Mitglieder diese positiv an, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sie auch darüber berichten.

Der theoretische Ansatz hinter SMO hat seine Wurzeln also auch im klassischen Empfehlungsmarketing, wonach der Vertrieb der eigenen Produkte an die Kunden delegiert wird, indem diese Empfehlungen aussprechen.

Häufig wird bei SMO deshalb auch von viralem Marketing oder viraler Werbung gesprochen. Dabei geht es jedoch weniger um Empfehlungsmarketing im Sinne einer Empfehlung als um die Verbreitung von Informationen über neue Kanäle im Internet (E-Mail, Blogs etc.). Virale Kampagnen müssen jedoch nicht zwingend als Marketing verstanden werden, da sie vielfach nur einen sehr geringen Effekt auf die Marke oder das Produkt, das hinter der Kampagne steckt, haben.

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Michael Beglinger

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