Rufer in der Wüste

Es wird immer deutlicher: Die rasante Entwicklung der digitalen Kommunikation spaltet die Kommunikationsbranche in zwei scheinbar unüberbrückbare Lager: die Mutigen und die Ängstlichen. Die Rede ist von einem kontinentalen Kommunikationsdrift.

Auf der einen Seite sind die Mutigen, die Internetspinner, die Rufer in der Wüste, welche die durch die Digitalisierung entstandene Partizipation der Endkonsumenten als Chance und nicht als Risiko oder gar Bedrohung sehen. Auf der anderen Seite befinden sich die Ängstlichen, die Verweigerer, die Panikmacher, welche die Entwicklungen rund um Social Software und Web 2.0 für bedeutungslos halten und weiterhin auf analoge Kommunikation setzen.

Mark Pohlmann vom Themenblog stellt völlig zurecht fest:

Diese Menschen (die Panikmacher) übersehen, wie weit die Kunden ihrer Kunden schon sind. Das Mitmachen ist längst Teil des Alltages. Hier ist jeder Kunde Teil der Aufmerksamkeitsökonomie, jeder steht selbst im Mittelpunkt seines eigenen Interesses. Hier sind Menschen die Epizentren, nicht die Unternehmen.

Die Mutigen unter den Kommunikatoren fragen deshalb schon lange nicht mehr nach dem Nutzen einzelner Tools im Internet. Die Diskussion dreht sich vielmehr darum, was wo zum Einsatz kommt. Die Regel lautet: gehört wird, wer aktiv kommuniziert.

Wir stehen erst am Anfang eines tief greifenden Veränderungsprozesses der Kommunikationsbranche. Aber wir sind bereit, uns den Problemstellungen der Zukunft mit neuen Ansätzen und Konzepten zu stellen. Und wir freuen uns auf alles, was kommt.

Quelle: themenblog

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Michael Beglinger

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