Internetfernsehen mit Joost TV

Ein Thema, das im Web 2.0 ständig Anlass zu Diskussionen gibt, ist das Thema Internetfernsehen. Auch die Skype-Gründer Janus Friis und Niklas Zennstrom beschäftigten sich seit Längerem mit dem Thema. Nun haben die beiden Pioniere ein neues Projekt namens Joost (vormals "The Venice Project") aus der Taufe gehoben.

Screenshot von Joost TV

Screenshot von Joost TV 

Bei Joost handelt es sich um eine auf Peer-to-Peer Technik aufbauende Client-Software zum Empfang von Videostreams. Eine BETA-Version von Joost kann seit gestern von der der Unternehmenswebsite heruntergeladen werden. Die Mac-Version läuft jedoch nur auf einem neuen Mac mit Intel Prozessor.

Joost ist ein sicheres Peer-to-Peer Streaming-Netzwerk, über das User Video-Content in Fernsehqualität einfach und schnell über das Internet einem breiteren Publikum zugänglich machen können. Dazu kommen Funktionen wie eine elektronische Fernsehzeitung (EPG), Suchmöglichkeiten innerhalb von Videos sowie Verlinkungs-, Kommentier- und Chatmöglichkeiten. Die hochgeladenen Inhalte stammen laut Beschreibungen der Entwickler nur von ihren Besitzern und werden beim Upload verschlüsselt. Anders als bei herkömmlichen Filesharing-Plattformen behalten die Anbieter von Content somit die Kontrolle über ihre Daten. Sollten dennoch Urheberrechtsverletzungen auftreten, lassen sich hochgeladene Inhalte auch wieder entfernen.

Im Gegensatz zu früheren Projekten soll die Industrie bei TVP auch aktiv in die Projektentwicklung miteinbezogen werden. Denn finanziert werden soll das Angebot durch Werbung. Ein interessanter Aspekt dabei ist, dass die Anbieter von Inhalten an den Werbeeinnahmen beteiligt werden sollen. Man darf also gespannt sein, wie sich die Sache weiterentwickelt.

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Michael Beglinger

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