Google Health ist online

Laut Wired ist Google Health seit Anfang der Woche online. Der Start des neuen Dienstes war seit Oktober vergangenen Jahres erwartet worden. Über die Plattform kann man als Google-Nutzer eine Art virtuelle Krankenakte von sich anlegen und verwalten.

Screenshot von Google Health
[Screenshot von Google Health bei Google Blogoscoped]

Die Grundidee ist simpel: Statt Befunde wie Röntgenbilder oder Allergietests von einem Arzt zum nächsten zu schleppen, werden die Daten online gespeichert und sind so von überall greifbar. Ärzte können auf diese Weise mit einem Mausklick die gesamte Krankenakte eines Patienten einsehen, vorausgesetzt, der Patient hat den behandelnden Arzt vorher für seine medizinischen Daten freigeschaltet.

Der Dienst ist in der Theorie eine tolle Sache. Ärzte und Datenschützer stehen dem Thema jedoch eher kritisch gegenüber. So hat die Bundesärztekammer von Deutschland im März dieses Jahres davor gewarnt, dass Patientendaten keine Handelsware seien und nicht in die Hände von unbefugten Dritten gehören.

Ich muss gestehen, dass ich den Dienst noch nicht testen konnte. Werde das jedoch sicher bald nachholen, denn das Ganze ist ein super spannendes Thema. Fraglich ist im Moment vor allem, wie Google mit der Plattform Geld verdienen will. Denn im Gegensatz zu vielen Themenbereichen ist es im Gesundheitssektor ziemlich schwierig, das Geschäft über Werbung zu finanzieren.

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Michael Beglinger

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