Das Recht an den eigenen Daten
14. Januar 2008 – 12:25:00
Ein Thema, das die Blogosphäre seit Anfang Jahr stark beschäftigt, ist der Rauswurf von Robert Scoble aus dem Social Network Facebook. Scoble, einer der bekanntesten Blogger der Welt, hatte im Dezember 2007 ein Script benutzt, das nicht im Sinne der allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook war. In der Folge wurde Scoble's Account gesperrt.
Laut TechCrunch hatte Scoble versucht, sich die Daten seiner 5'000 Facebook-Kontakte zu beschaffen, um diese auf anderen Plattformen zu nutzen. Scoble schreibt dazu in seinem Blog:
I am working with a company to move my social graph to other places and
that isn’t allowable under Facebook’s terms of service.
Die Frage nach dem Recht an den eigenen Daten stellt sich aber nicht erst seit der Causa Scoble. Sie hat lediglich dazu beigetragen, dass das Thema in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert wird.
Das Problem, dass man seine Profile auf mehreren Plattformen pflegen muss, besteht seit der ersten Stunde von Social Networks. Gerade die Vielnutzer da draussen wissen, was ich meine. Über eine API liesse sich das Problem zumindest selektiv beheben, wie das Beispiel Scoble gezeigt hat.
Dass die Betreiber von Social Networks ihrerseits über ein solches Szenario nicht erfreut sind und sich mit Händen und Füssen dagegen wehren, ist verständlich. Die Nutzer könnten auf diese Weise nämlich viel schneller von einer Plattform zur anderen umziehen.
Aber hier schliesse ich mich der Meinung von RSS-Pionier Dave Winer an, der in seinem Blog schreibt:
However, if Facebook doesn’t open up and allow people a system to say who can access what information, we still have to create that system somehow. Google could have done it, but they didn’t. Same with Yahoo or Microsoft. These companies don’t want to empower the users, but if they studied history, they’d see that the evolution of computers always comes in fits and starts.
Es ist ganz einfach: Wenn es Facebook oder XING nicht tut, dann tut es eben ein anderer. Der Druck der Community auf die verschiedenen Anbieter dürfte bereits in naher Zukunft gewaltig ansteigen.
Robert Scoble hat in seinem Blog bereits damit angefangen, Daten und Fälle zu sammeln, die er in Form eines öffentlichen Briefes via Blogpost bald an Facebook zu richten gedenkt. Wir dürfen also gespannt sein, wie sich der Streitfall weiterentwickelt.
Credits: Agenturblog
Zum Thema in diesem Blog:
- Cisco steigt ins Social Networking ein
- Update: Social Networking beim Bundesrat
- Bank of America startet Online Community
- Neue Profile bei XING
- Facebook-Profile suchen mit Google
- Social Networking in der Geschäftswelt
- Social Networking Plattformen auch für die PR zunehmend relevant
- Social Networking auf dem Vormarsch
- 4.0
- | Kategorie: Web 2.0
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Social Networking Snobbery
- Von: Michael Beglinger
- , 15. Januar 2008,
- 12:59
Die Angst ist meiner Meinung nach durchaus real und nicht einfach nur Social Networking Snobbery. Das hat die Vergangenheit gezeigt. Was heute gehypt wird, ist morgen vielleicht schon tot. Das Online-Business ist brutal.
Wie gesagt: ich kann die zögernde oder restriktive Haltung der grossen Anbieter durchaus verstehen. Die Frage ist nur, wie lange diese Strategie des Hinhaltens gut geht.
Backlinks
- http://search.live.com/results.aspx?q=scoble&mrt=en-us&…
- http://search.live.com/results.aspx?q=scoble&form=QBHP
- http://search.live.com/results.aspx?q=scoble
- http://www.google.de/search?hl=de&q=recht+an+den+eigene…
- http://www.google.com/search?hl=de&client=safari&rls=de…
- http://www.google.de/search?hl=de&rlz=1B3GGGL_deDE276DE…
- http://209.85.129.132/search?q=cache:snjnww_hTKYJ:www.m…
- http://www.google.de/search?hl=de&source=hp&q=Recht+an+…
- http://www.google.de/url?sa=t&source=web&ct=res&cd=4&ve…
- http://www.michaelbeglinger.ch/article/xing_quo_vadis
- http://www.google.de/url?sa=t&source=web&ct=res&cd=7&ve…
- http://www.google.de/search?hl=de&q=Recht+auf+eigene+Da…
- http://www.google.de/search?q=recht+auf+die+eigenen+Dat…
- http://www.google.de/search?hl=de&q=Recht+auf+eigene+da…
- http://www.google.ch/url?sa=t&source=web&ct=res&cd=3&ve…
- http://www.google.de/url?sa=t&source=web&cd=4&ved=0CCIQ…

















Keine Gutmenschen
Entschuldigung, aber diese ewigen Forderungen nach total offenen Systemen sind doch absurd. Bei Social Networking Anbietern arbeiten nicht nur Gutmenschen.
Die Daten der Mitglieder sind nebst der Infrastruktur und dem Know-how, das hinter einem Service steht, doch das einzige Kapital von Social Networking Anbietern. Oder liege ich da etwa falsch?
Warum sollten sie diese Daten also freigeben? Aus Angst etwa, ein paar Nutzer zu verlieren? Also ich würde mir da mal nicht zu früh in die Hosen machen.